Marsimoto

Marsimoto gehört zu den außergewöhnlichsten Kunstfiguren im deutschen Hip-Hop. Hinter dem grünen Charakter mit der unverwechselbar hochgepitchten Stimme steckt der Rapper Marteria, der mit Marsimoto ein eigenes musikalisches Universum geschaffen hat. Experimentelle Beats, psychedelische Sounds, gesellschaftskritische Texte und eine gehörige Portion Absurdität treffen auf energiegeladenen Rap. Über viele Jahre entwickelte sich Marsimoto vom ungewöhnlichen Nebenprojekt zum Kult-Act mit einer treuen Fangemeinde und spektakulären Live-Shows.

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Wer ist Marsimoto?

Die Geschichte von Marsimoto begann Mitte der 2000er-Jahre. Während Marteria für einen vergleichsweise direkten und zugänglichen Rap-Sound steht, konnte sich der Künstler mit seinem Alter Ego musikalisch deutlich stärker austoben. Das wichtigste Erkennungsmerkmal ist die elektronisch verfremdete, hohe Stimme von Marsimoto.

Auch optisch besitzt die Kunstfigur eine klare Identität: Grün ist die bestimmende Farbe und zieht sich durch Albumcover, Musikvideos und Konzerte. Inhaltlich bewegt sich Marsimoto zwischen surrealen Geschichten, persönlichen Gedanken, Humor und gesellschaftlichen Beobachtungen.

Alben und bekannte Songs von Marsimoto

2006 erschien mit „Halloziehnation“ das erste Marsimoto-Album. Es folgten Veröffentlichungen wie „Zu zweit allein“, „Grüner Samt“, „Ring der Nebelungen“ und „Verde“. Mit jedem Album entwickelte Marteria die experimentelle Welt seines Alter Egos weiter.

Zu den bekannten Marsimoto Songs zählen unter anderem „Grüner Samt“, „Illegalize It“, „Wellness“, „Chicken Terror“ und „Verde“. Hip-Hop trifft dabei auf elektronische Produktionen, ungewöhnliche Samples und atmosphärische Klangwelten. Gerade diese konsequent eigenständige Ästhetik unterscheidet Marsimoto von vielen anderen Projekten im deutschen Rap.

Marsimoto live – eine außergewöhnliche Hip-Hop-Show

Ein Marsimoto Konzert ist weit mehr als ein klassischer Rap-Auftritt. Die grüne Bildsprache der Kunstfigur wird auch auf der Bühne konsequent fortgeführt. Licht, Nebel, Visuals und die charakteristische Stimme schaffen eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Hip-Hop-Konzert und psychedelischer Parallelwelt liegt.

Gleichzeitig stehen die Songs und die Interaktion mit dem Publikum im Mittelpunkt. Nach vielen Jahren kündigte Marteria schließlich das Ende seines grünen Alter Egos an. Mit dem Album „Keine Intelligenz“ und der dazugehörigen Abschiedstour bekam Marsimoto noch einmal eine große Bühne.

Marsimoto in der TonHalle München

Auch die TonHalle München im Werksviertel-Mitte wurde Teil des letzten Kapitels von Marsimoto. Am 29. November 2024 machte das grüne Alter Ego von Marteria im Rahmen seiner „Die letzte Tour“ Station in München. Das Konzert in der TonHalle war ausverkauft und bot den Fans noch einmal die Gelegenheit, Marsimoto mit seiner charakteristischen hochgepitchten Stimme, experimentellen Beats und der unverwechselbaren grünen Inszenierung live zu erleben. Die Abschiedstour führte den Künstler durch zahlreiche Städte in Deutschland und Europa, bevor die Marsimoto-Ära im Dezember 2024 ihren Abschluss fand. Der Auftritt am 29. November 2024 machte die TonHalle München damit zu einer der Stationen auf der finalen Tour einer der außergewöhnlichsten Kunstfiguren des deutschen Hip-Hop.

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