Wien, Stadt der Klassik. Des Walzers und der Sängerknaben. Von Sachertorte, Wiener Schnitzel, Hofreitschule, Heurigen, Franzl, Sissi, Burgtheater und Opernball. Das ist die eine Seite. Voller Klischees.
Wien, Stadt von Falco. Wanda. Von Ambros, Fendrich und Heller. Von Molden und Nino aus Wien, von Kruder und Dorfmeister, Yung Hurn und natürlich auch Bilderbuch (selbst wenn diese aus Oberösterreich stammen). Von Life Ball (einst) und MQ. Das ist die andre, vitale, kreative, spannende und unglaublich interessante Seite der Stadt an der vielbesungenen Donau.
Aus diesem Wien der Gegensätze stammt Josh. und diese Stadt macht ihn auch aus, hat ihn geprägt. Hier wurde er vor 37 Jahren geboren und hier ist er tief verwurzelt.
Die Musik wurde Josh. – wenn schon nicht in die Wiege – so doch in früher Kindheit nahe gelegt. Im Alter von 8 Jahren begann er, klassische Gitarre zu lernen und spielte fortan – dem Klischee folgend, dass alle Österreicher klassische Musik lieben – u.a. Beethoven.
Weniger zu seiner eigenen, vermutlich aber zur grossen Freude seines Großvaters, der sehr kunstaffin war und dem jungen Josh. erste Einblicke in die Kunstwelt ermöglichte.
Doch auch wenn das der Beginn einer anhaltenden Liebe zur Gitarre war, bedurfte es doch eines Eric Clapton und seines „Unplugged“ Albums, um Josh., dessen Vater viel Paco de Lucia und Bruce Springsteen hörte, richtig heiß auf das Instrument zu machen. Dreizehn Jahre war er alt, als er das bahnbrechend erfolgreiche Album erstmals hörte. Es kam einer Initialzündung gleich: „Durch diese Musik ist mir damals buchstäblich der Knopf aufgegangen“ sagt Josh. dazu.
Mit 15 kamen die ersten Schulbands und damit einhergehend die ersten Songs. „Seien wir aber gnädig und hüllen den Mantel des Schweigens über meine ersten pubertären Gehversuche als Songwriter.“ lacht der 35jährige im Rückblick. Ein Anfang war gemacht. Doch Josh. hatte zwar Blut geleckt, bereit aber war er noch nicht.
Denn gänzlich wollte er trotz der Entdeckung von Pop und Rock der formalen Musikausbildung nicht den Rücken kehren und so studierte Josh. 5 Jahre lang Jazz. Wie zuvor schon die Klassik wurde ihm der Jazz irgendwann zu eng und die Jazzer zu elitär. Dass Musik nur „richtig gespielt“ auch „richtig“ sein kann und darf, das wollte er nicht glauben. Denn es darf aus Sicht von Josh. durchaus einmal auch schief und trotzdem gut sein. Dem Jazz- folgte ein aus rein wirtschaftlichen Gründen abgebrochenes Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik. Josh. selbst sagt heute rückblickend, dass er einem potenziellen Gesangsschüler niemals raten würde so zu singen, wie er selbst. Das ist einleuchtend: Wer will sich schon selbst die Konkurrenz heranzüchten?
Wie so oft im Leben eines Musikers war es dann der pure Zufall, der Josh. 2016 mit seinem ersten Produzenten zusammengeführt hat. Die Zusammenarbeit dieses Teams fand ihren unbestreitbaren Höhepunkt mit „Cordula Grün“.
Der Titel bescherte Josh. über 47 Millionen Youtube-, rund 58 Millionen Spotify Streams sowie Dreifach-Platin in Österreich, Platin in Deutschland und den Amadeus Austrian Music Award 2019 für den „Song des Jahres“.
Die Liebe zur Sprache und der Wortwitz, die Josh.s Texte ausmachen, die Geschichten aus dem Alltag, die er spinnt, zeichnen auch das Debutalbum „Von Mädchen und Farben“ aus. Es war ein sofortiger Top 5 Erfolg in den österr. Albumcharts und mit „Vielleicht“ war darauf eine weitere mit Gold ausgezeichnete Single zu finden.
Im Herbst 2019 hat Josh. den Licht ins Dunkel Song „Kerzen, Karpfen und Du“ sowie ein Duett mit Ina Regen namens „Weil ich’s nicht weiß“ veröffentlicht. Zudem begann er intensiv an neuen Songs für sein zweites Album zu schreiben, für das er mit einem anderen Produzenten arbeiten wollte. Diesen fand er in seinem Schlagzeuger Flo Koch. Die bald darauf durch die Covid Pandemie bedingte Zwangspause – wie viele andere auch mußte Josh. unzählige Konzerte absagen bzw. verschieben – nutzten die beiden, um akribisch am neuen Sound und den neuen Songs zu arbeiten.
Mit „Wo bist Du“ (2020, Goldstatus) und „Ring in der Hand“ (Jänner 2021, ebenfalls Goldstatus) sind dann zwei erfolgreiche Vorabsingles aus diesem zweiten Album erschienen, das schliesslich im Juni dieses Jahres auf den Markt kam und den Titel
„Teilzeitromantik“ trägt. Es stieg von Null auf 2 in die off. Österr. Charts ein, war wochenlang in den Top Ten, insg. mehr als 52 Wochen in den Albumcharts und hat zudem Platinstatus erlangt. Die Singleauskopplung „Expresso & Tschianti“ entwickelte sich in Österreich zu DEM Sommerhit 2021 made in Austria und bescherte Josh. eine Dreifach-Platin Auszeichnung, 36,3 Millionen Spotify Streams, mehr als 12 Millionen Youtube Views und gleich drei erneute Auszeichnungen bei den Amadeus Austrian Music Awards 2022 (Song des Jahres, Songwriter des Jahres, Künstler Pop/Rock).
Im Anschluß an die Veröffentlichung von „Teilzeitromantik“ ging es auch erneut auf eine ausgedehnte Konzertreise durch Österreich und Deutschland, die erst im Oktober 2022 ihr Ende fand. Es waren umjubelte Auftritte, darunter beim Donauinselfest (als Co-Headliner neben Seiler & Speer 2021), und ausverkaufte Shows, wo immer der Wiener und seine Band auch kamen.
Doch forderte die konstante, jahrelange Arbeit auch ihren Tribut. Eine aktute Überlastungs-Depression zwang JOSH. 2022 zu einer mehrwöchigen Pause; mittlerweile geht es dem erfolgreichen Künstler gesundheitlich glücklicherweise aber wieder wesentlich besser.
Schon vor und auch unmittelbar nach der Erkrankung hat Josh. an seinem dritten Album gearbeitet, das im September 2023 auf den Markt kam und sein erstes Nummer 1 Album werden sollte. Die Songs hatte er live grösstenteils bereits vorgestellt („Tanzen bei der Arbeit“, „Der Rausch vom Vermissen“, „Wenn ich heut bei Dir bleib“, die aktuelle Single „Ich gehör repariert“, „Nur nicht von Dir“ etc.), andere hingegen waren selbst für Fans noch neu.
Auch bei „Reparatur“ hat JOSH. erneut mit Flo Koch gemeinsam produziert.
Im Anschluss an die Albumveröffentlichung war Josh. im Oktober in Österreich und Deutschland (gemeinsam mit Seiler & Speer) auf Tour, danach ging es im Frühjahr Jahres auf eine ausverkaufte Deutschland-Tour, der dann eine ausgedehnte und ebenfalls ausverkaufte in Österreich folgte. Ihren krönenden Abschluß fand die Tour mit einem ausverkauften Konzert in der Wiener Stadthalle Anfang November. Nachzuhören auf dem im April 2025 veröffentlichten Livealbum „Es ist alles in Ordnung – Live aus der Wiener Stadthalle“, zu dem Josh. auch eine Kurzdoku gleichen Namens produziert hat.
Aktuell arbeitet Josh. an neuen Songs für sein viertes Studioalbum. Zwei davon, „Sag ab“ und „Leise“, feierten ihre Livepremiere bei einem vielumjubelten Headliner-Auftritt vor rund 100.000 Fans am Wiener Donausinselfest und werden auch auf der im Oktober beginnenden Deutschland- und Österreich-Tour zu hören sein.
Quelle: Veranstalter
